Montag, 17. Februar 2014

ein paar kurze Gedanken zum Turiner Grabtuch



Papst Franziskus will im Frühjahr 2015 das Turiner Grabtuch besuchen, hieß es jüngst aus dem Vatikan. Und erst vor ein paar Tagen kreiste eine Erdbeben-Theorie rund um das Tuch durch die Medien.

Das wird wieder ein paar Menschen auf den Plan rufen, die meinen, das sei sowieso alle ein Unfug, da ja durch die Radiocarbonmethode zweifelsfrei der Ursprung des Tuches aus dem Mittelalter erwiesen sei. Natürlich seien sofort Theorien angeboten worden, warum die Methode diesmal versagt habe. Aber, so hieß es, das seien nur spitzfindige Rückzugsgefechte von hilflosen Fundamentalisten, die es einfach nicht akzeptieren können. Doch dazu finde ich folgendes Gedankenexperiment eines Archäologen interessant. Er sagte: wenn ich in neun Metern Tiefe unter der  Erde eine befestigte römische Strasse  ausgrabe, die in einer Gegend liegt, wo römische Strassen vorkommen, aus den richtigen Materialien besteht und auch sonst alle Charakteristika einer römischen Strasse hat -  und wenn DANN die Radiokarbonmethode mir sagt, dass die vorgebliche Strasse aus dem Jahr 1949 stammt... dann, sagte der Forscher, dann darf ich zumindest die Möglichkeit erwägen, dass die Karbonmethode daneben liegt.

Dieser Blogeintrag soll sehr kurz sein. Es sind hunderte, ja tausende von Büchern für oder gegen die Echtheit geschrieben worden. Meinen kleinen, privaten Strohhalm will ich teilen. Ich hatte in meinem Zimmer, als ich noch Schüler war, ein postergroßes Bild des Antlitzes (siehe oben). Dann las ich eines Tages von den Münzfunden auf den Augen. Wikipedia schreibt hierzu folgendes:

"Im Jahre 1980 entdeckte der Theologieprofessor F. Filas SJ im polarisierten Licht auf dem Enrie’schen Fotonegativ des TG (= das realistische Abbild) im rechten Augenbereich vier Großlettern: U C A I: Ein Ausschnitt einer Münz-Rundumschrift, und zwar des Wortes TIBERIOUCAICAPOC: des Kaisers Tiberius. Filas konnte eine originale Münze des Pontius Pilatus erwerben, die noch zwei Charakteristika besaß: Die Abbildung eines sog. Lituusstabes, der nur von Pilatus verwendet wurde, und eine Letternkombination „LIS“. L = Jahr 16 des regierenden röm. Kaisers; I steht für Jota mit dem Zahlenwert 10 und S für Sigma mit dem Zahlenwert 6 = A. D. 29.[62]"

Um es kurz zu machen: ich ging zu meinem Poster und konnte dort ohne allzu große Mühe die drei Buchstaben U C A I finden, und auch den Krummstab auf der Münze war zu erkennen. Nebenbei eine selte Münze. Das Poster war nicht von Professor Filas extra für mich gefaked worden, sondern einfach eine Vergrößerung des bekannten Negativs.  Ich denke, ein mittelalterlicher Fälscher hätte nicht gewußt, welche seltene Münze aus GENAU der richtigen Zeit nach dem jüdischen Begräbnisritual nur zwischen Tod und endgültigem Begräbnis auf die Augen gelegt wurde.

Und da habt ihr es.