Donnerstag, 14. März 2013

Willkommen, Franziskus!

Wieder einmal hat das Konklave seine einzigartige Seite gezeigt. Niemand der großen Favoriten ist es geworden, die Kommentatoren, die seit Wochen immer dieselben Namen nannten, oft aus einer "Macht"-Analyse heraus, oft auch verzweifelt voneinander abschreibend, sie lagen allesamt daneben. Und ahnten es die ganze Zeit. Dafür dem Großen Regisseur (und den Kardinälen) von Herzen DANKE! Wer meine Tweets und meinen Blog liest, weiß, dass ich mich seit Wochen darüber ärgere, wie eine Papstwahl wie jede X-beliebige Vorstandwahl betrachtet wird - und dass ich allen Freunden und Journalisten bei der Frage nach dem zukünftigen Papst immer gesagt habe, dass sie vom Konklave überrascht sein werden. Wenn der Deckel auf den Suppentopf Sixtinische Kapelle gesenkt wird, dann entsteht dort ein Gericht, das so gar nicht den Zutaten und Erwartungen entspricht, die hineingegangen sind.

Denn der Koch ist wirklich ein anderer.

Franziskus wirkt nach dem ersten Eindruck am Balkon und der nächtlichen Lektüre von Medienberichten: bescheiden, den Armen nahe, klar in Ehe und Familie, unbekümmert vor den Medien, unkompliziert und humorvoll.

Wir dürfen viel von ihm erwarten.

1 Kommentar:

  1. Das Bild vom Suppentopf und Koch gefällt mir sehr.
    Auch mir kam Gott und Gottes Wille zu kurz.

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