Sonntag, 2. September 2012

"Für viele"! Einfach so.

Heute habe ich es zum ersten Mal erlebt. Ich war in einer Messe in einer österreichischen Kirche (ich sage nicht wo!) und habe einen Priester zum ersten mal bei der Wandlung "für viele" sagen hören. Einfach so.

Und es war weder ein "Fundi" noch ein besonders alter Herr, nein, er warnte in der Predigt sogar vor den "Traditionalisten", die sich an Äußerem aufhängen würden wie die Pharisäer im Sonntagsevangelium.

Und dann sagte er "mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird." Einfach so.

Ich muss offen gestehen, es hat mich ziemlich "gerissen". Ich habe auch keine Ahnung, ob er das "darf"? Ist das erlaubt? Ich werde mich baldmöglichst erkundigen.

Und was meinen meine Leser?

Kommentare:

  1. Das neue Gotteslob mit den dazugehörigen Messtexten ist noch nicht approbiert worden, daher "darf" er das im dt. Sprachraum noch nicht (wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob es sich wirklich um das Gotteslob handelt).
    Allerdings ist es wenig überraschend, dass die deutschsprachigen Bischöfe hier wesentlich langsamer sind als ihre anderssprachigen Kollegen...da wurde schon geändert.

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  2. Das neue Gotteslob ist völlig irrelevant. Wichtig ist, was im Messbuch steht; und da steht (noch) als approbierte Version "für alle".
    Ein Tipp für alle Priester, die nicht "für alle" sagen wollen: Wie wäre es mit "Hic est enim ... pro vobis et pro multis effundetur ..." - Das ist garantiert erlaubt!

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  3. Jepp. Will man seinen kirchlichen Geist beweisen, hält man sich ans Messbuch. Und sei die "Übersetzung" noch so falsch und problematisch. Im Hochgebet hat der eigene Vogel, selbst wenn man wähnt es wär der Heilige Geist, keinen Platz.

    Zur Not könnte man auch schon das neue approbierte Englische Missale nehmen, da heißts auch " for many"

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